Was ist Sebum? Ministerstwo Dobrego Mydła erklärt es!
Inhalt
- Was ist Sebum?
- Sebum - was ist das eigentlich?
- Das Schlüsselwort: Gleichgewicht
- Sebum und Hormone - der Schrecken jedes Teenagers ;)
- Eine Frau sein, eine Frau sein...
- Der Gegner unter der Lupe
- Die Sekretion geheim halten ;)
- Überschüssiges Sebum und Öle in der Pflege - wie geht man das an?
- Extras machen den Unterschied - Tonerdemasken
- Sebum - die natürliche Haarspülung
Was ist Sebum?
Kaufentscheidungen können leicht und spontan sein, von Gewohnheit geleitet - sie können aber auch zu einer echten Herausforderung werden, wenn wir keine klaren Vorlieben haben oder, schlimmer noch, uns nicht sicher sind, was wir eigentlich brauchen. Dann müssen wir eine ganze Reihe von Faktoren abwägen - und bei der Wahl von Kosmetik wird der wichtigste davon (neben dem Preis) das, was der Hersteller uns über das Produkt sagt.
Alles, was wir über ein Produkt wissen müssen, sollte in seiner Beschreibung stehen - besonders die Aussagen darüber, welche Wirkung wir von ihm erwarten dürfen. Ein Beispiel für einen solchen Claim (im Branchenjargon) ist die Formulierung "reguliert die Sebumproduktion". Sie kennen sie bestimmt, aber haben Sie sich je über ihre Bedeutung Gedanken gemacht? Was genau ist Sebum, wie wird es abgesondert und warum lockt uns die Aussicht auf seine Regulierung? Wir erlauben uns, das eine oder andere zu erklären ;).
Sebum - was ist das eigentlich?
Greift man zur offiziellen Definition, so ist Sebum das natürliche Gleitmittel (einfacher gesagt: der natürliche Feuchtigkeitsspender) der Haut nahezu aller Säugetierarten. Ein anderer Name dafür ist Hauttalg - denn es handelt sich um das Sekret der Talgdrüsen, die in der mittleren Schicht unserer Haut liegen.
Jede Talgdrüse ist so gebaut und programmiert, dass sie etwa eine Woche lang in ihrem Inneren Lipide produziert und dann zerfällt, wobei sie ihr Produkt an den unmittelbar benachbarten Haarfollikel weitergibt, mit dem sie über einen speziellen Kanal verbunden ist. Von diesem Moment an transportiert das aus dem Follikel wachsende Haar das Sebum nach oben und befördert es an die Hautoberfläche. Wie viel Sebum auf unserer Haut erscheint, hängt davon ab, wie zahlreich und wie groß unsere Talgdrüsen sind - manche Quellen geben an, dass im Durchschnitt etwa 1-2 Gramm pro Tag abgesondert werden. Betrachten wir es genauer, so lässt sich sagen: Sebum ist eine flüssige, ölige, leicht klebrige und geruchlose Substanz von leicht gelblicher Färbung. An dieser Stelle klingt es noch gar nicht unfreundlich, oder? Und das zu Recht!
Sebum ist ein untrennbarer, unverzichtbarer Bestandteil des Prozesses, der unsere Haut gesund und in guter Verfassung hält. Werfen wir nur einen Blick auf die Liste seiner Funktionen:
- es bildet eine vielseitige Schutzschicht - dank seines leicht sauren pH-Werts wirkt es antibakteriell, pilzhemmend und damit entzündungshemmend und hält Krankheitserreger davon ab, über die Haut in unseren Organismus einzudringen,
- es begrenzt das Verdunsten von Wasser (den sogenannten transepidermalen Wasserverlust) und hilft so, eine richtige Feuchtigkeitsversorgung und damit Elastizität und Weichheit der Haut zu erhalten,
- es transportiert fettlösliche Antioxidantien (etwa Vitamin E) an die Hautoberfläche und unterstützt damit den Schutz der Haut vor der schädlichen Wirkung von UV-Strahlung und freien Radikalen.
Wissenswertes:
Sebum ist eine komplexe Mischung aus Lipidsubstanzen, und seine genaue prozentuale Zusammensetzung kann sich zum Beispiel je nach Alter unterscheiden. Es enthält unter anderem Glyceride, Fettsäuren, Cholesterin und dessen Ester, die charakteristischsten und zugleich einzigartigen Bestandteile des Sebums sind jedoch Squalen und spezifische Wachsester - diese Lipide kommen sonst nirgendwo im Körper vor!
Wie Sie sehen, ist Sebum ein überaus wertvolles Produkt eines natürlichen Prozesses, einer von vielen Ausdrucksformen der evolutionären Weisheit unseres Organismus. Leider wurde das "Glänzen" der mit Sebum bedeckten Haut ab einem bestimmten Punkt der menschlichen Entwicklung als unästhetisch angesehen... In dieser Hinsicht drängt sich eine Analogie zwischen Sebum und Schweiß auf - manche von uns versuchen mit aller Kraft, beides loszuwerden, und handeln damit zu ihrem eigenen Nachteil. Dabei sollte uns doch am Schutz unserer Haut und an der Vermeidung einer Überhitzung des Körpers gelegen sein - dämonisieren wir also beide Prozesse nicht im Namen einer kulturell auferlegten Ästhetik.
Je nach Hautpartie können sich auf jedem Quadratzentimeter bis zu 900 Talgdrüsen befinden. Die meisten finden wir im Gesicht, auf der Brust, im mittleren Rückenbereich sowie an den Stellen, an denen unsere Haare am üppigsten wachsen - auf der Kopfhaut oder im Genitalbereich. Was überraschen mag: Eine hohe Dichte an Talgdrüsen findet sich auch... im Gehörgang! An Händen und Füßen haben wir dagegen nur wenige - die Handflächen und Fußsohlen besitzen überhaupt keine, machen das aber mit der höchsten Dichte an Schweißdrüsen wieder wett :).
Das Schlüsselwort: Gleichgewicht
"Allzu viel ist ungesund", pflegten unsere Eltern und Großeltern zu sagen. Im Fall des Sebums können wir jedoch getrost ergänzen, dass zu wenig auch nicht das Beste ist. Wenn unsere Talgdrüsen zu viel oder zu wenig Sebum produzieren, können wir mit verschiedensten Hautproblemen zu kämpfen haben - mit fettiger Haut (Seborrhö) oder Akne auf der einen Seite und mit ständigen Reizungen oder Juckreiz auf der anderen. Ein Mangel an Talg führt nämlich dazu, dass die Haut trocken wird und sich oft übermäßig schuppt.
Fettige und Mischhaut
Von fettiger Haut sprechen wir, wenn die Talgdrüsen im Gesicht sowie im mittleren Bereich von Brust und Rücken erhöhte Aktivität zeigen - in diesen Bereichen sind sie nicht nur zahlreicher, sondern auch größer als in anderen Hautpartien. Der charakteristische Glanz einer mit Sebum bedeckten Haut geht häufig mit deutlicher sichtbaren Poren einher. Mischhaut wiederum zeichnet sich dadurch aus, dass gleichzeitig überschüssiges Sebum an Nase, Kinn und Stirn (der sogenannten T-Zone) abgesondert wird, während die Wangen zu Trockenheit und Empfindlichkeit neigen.
Was aber entscheidet darüber, wie viel Sebum unsere Talgdrüsen absondern? Ihre Größe und Zahl sind genetisch bedingt, ihre tatsächliche Aktivität im Lauf unseres Lebens hängt jedoch nur teilweise von den Genen ab. Im Alltag wird die Talgproduktion - ebenso wie ihre Störungen, sowohl in Richtung Übermaß als auch Mangel - vor allem von unserem Hormonhaushalt gesteuert, wobei eine unpassende Hautpflege durchaus mitwirken kann.
Sebum und Hormone - der Schrecken jedes Teenagers ;)
Wir gehen davon aus, dass die meisten von Ihnen jene denkwürdige Zeit namens Pubertät bereits hinter sich haben. Manche von Ihnen durchleben sie vielleicht gerade oder begleiten ihren Nachwuchs dabei, sich in voller Pracht mit ihr herumzuschlagen. Zu welcher Gruppe wir gerade auch gehören - wahrscheinlich läuft uns schon beim bloßen Klang von Wörtern wie Akne, Fetten oder Hormone ein Schauer über den Rücken... ;). In dieser besonderen Lebensphase scheint genau diese "Dreifaltigkeit" die Quelle all unserer Hautprobleme zu sein - die Ursache-Wirkungs-Kette sieht so aus: Die in dieser Zeit äußerst aktiven Hormone bringen die Produktion in den Talgdrüsen richtig in Schwung, und übermäßig abgesondertes Sebum ist eine der Hauptursachen für Akneveränderungen. Sehen wir uns das der Reihe nach an.
Die Sekretion von Sebum
Die Sekretion (ein etwas gelehrteres und eindrucksvolleres Synonym für Absonderung ;)) von Sebum wird von den Sexualhormonen aus der Gruppe der Androgene gesteuert, umgangssprachlich als männliche Sexualhormone bezeichnet - sie zirkulieren jedoch unabhängig vom Geschlecht in unserem Körper und werden von den Keimdrüsen (Eierstöcken oder Hoden) und den Nebennieren produziert. Im männlichen Körper ist ihre Konzentration in der Regel höher, weshalb sowohl heranwachsende Jungen als auch erwachsene Männer von Natur aus eine Haut haben, die etwas stärker zu übermäßigem Fetten neigt als die ihrer Altersgenossinnen. Der Zusammenhang ist ganz einfach: Je höher die Androgenkonzentration, desto stärker werden die Talgdrüsen zur Arbeit angeregt. Mit besonderer Begeisterung und Arbeitsenergie reagieren sie auf die aktivste Form des Testosterons, das sogenannte DHT. In der Kindheit bleiben unsere Talgdrüsen vergleichsweise geschrumpft und wenig aktiv - man könnte sagen, dass sie, seit sie sich im Mutterleib gebildet und ihre Aufgabe beim Schutz der zarten Haut im Säuglingsalter erfüllt haben, faul darauf warten, dass wir Teenager werden. Wenn wir in die Pubertät kommen, steigt die DHT-Aktivität sprunghaft an und stimuliert die Sebumproduktion - die um bis zu 500 Prozent zunehmen kann! An dieser Stelle dürfen Sie sich freundlich beim DHT für Jugendakne, fettende Haare und andere zweifelhafte Freuden jener Jahre bedanken ;).
Der Höhepunkt der Talgdrüsenaktivität liegt ungefähr zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr, kann aber auch früher beginnen - und sich ebenso bereits nach Erreichen des Erwachsenenalters allmählich verlangsamen. Die Menge des abgesonderten Sebums nimmt mit dem Alter kontinuierlich ab, begleitet von Veränderungen in seiner Zusammensetzung und unerbittlichen Unterschieden im Hautzustand.
Wissenswertes:
Kennen Sie Squalan aus Zuckerrohr? Es ist das pflanzliche Pendant zum Squalen, jenem einzigartigen Bestandteil des Sebums, der der Haut Weichheit und Elastizität verleiht und sie vor Wasserverlust schützt. Fehlt uns Squalen (nicht nur aus Altersgründen), verliert die Haut an Festigkeit, wird trocken und fahl. Wir haben aber gute Nachrichten: Das Zuckerrohr-Squalan von Ministerstwo ersetzt es hervorragend! :)
Eine Frau sein, eine Frau sein...
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass auch ein anderes Sexualhormon Einfluss auf die Sebumproduktion hat, diesmal ein weibliches - Progesteron. Steigt sein Spiegel im Körper, steigt damit auch die Menge des abgesonderten Sebums, was Frauen besonders in der sogenannten Lutealphase des Menstruationszyklus bemerken können, also etwa eine Woche vor Beginn der Blutung und während der Periode selbst. In dieser Zeit lohnt es sich also besonders, auf eine leichte, nicht beschwerende Pflege zu achten :). Interessanterweise wurden Veränderungen der Sebummenge im Verlauf der Zyklusphasen bei Frauen, die von Natur aus wenig davon produzieren, nicht beobachtet - nur bei Trägerinnen von Misch- und fettiger Haut. In der zweiten Gruppe geht das nicht selten mit dem Auftreten neuer, vorübergehender Akneveränderungen oder mit einer Verschlimmerung bestehender Akne einher. Mit dem Menstruationszyklus verbundene Akneveränderungen treten meist entlang des Kieferbogens und am Kinn auf, oft in Form schmerzhafter, etwas harter "Knötchen" tief unter der Haut.
Wissenswertes:
Orale, kombinierte hormonelle Verhütungsmittel werden mitunter als Mittel gegen Seborrhö und Akne eingesetzt - indem sie den Eisprung unterbinden, hindern sie die Eierstöcke daran, Androgene zu produzieren, die in einem natürlich verlaufenden Zyklus die Talgproduktion anregen. Aus demselben Grund kann die Einnahme dieser Verhütungsform umgekehrt zu verstärkter Trockenheit und Empfindlichkeit der Haut bei Menschen beitragen, deren Talgdrüsen von Natur aus nur wenig Sebum produzieren.
Der Gegner unter der Lupe
Wir haben bereits festgestellt, dass einer der Faktoren, die über die Entstehung unserer Hautgegner entscheiden, übermäßig abgesondertes Sebum ist. Zeit herauszufinden, wie es dazu kommt, und die verschiedenen Arten von Akneveränderungen etwas näher kennenzulernen.
Nehmen wir zunächst die Komedonen unter die Lupe, genauer gesagt ihre zwei Arten:
- geschlossene Komedonen, also weißliche Knötchen unter der Haut - sie entstehen, wenn sich Verunreinigungen in der Öffnung des Haarfollikels ansammeln und diese vollständig verschließen,
- offene Komedonen, manchmal Mitesser genannt - sie bilden sich, wenn die Öffnung des Haarkanals nicht vollständig verschlossen wird, sodass die angesammelten Verunreinigungen oxidieren und aushärten und "schwarze Punkte" bilden.
Wissenswertes:
Jeder von uns hat in seinen Haarfollikeln sogenannte Talgfäden, die winzigen Komedonen ähneln können - bei Trägern von Misch- und fettiger Haut treten beide besonders an Nase und Wangen hervor. Talgfäden verstopfen die Poren jedoch nicht, sondern erfüllen eine wichtige Funktion beim Transport des Sebums an die Hautoberfläche. Deshalb sollte man nicht nur nicht versuchen, sie zu entfernen, sondern auch nicht darauf hoffen, dass sie nach dem Entfernen lange ausbleiben :).
Komedonen sind keine entzündlichen Veränderungen, haben aber leider das Potenzial, sich in solche zu verwandeln. In einem derart geschlossenen, sauerstofffreien Milieu können sich (unter normalen Bedingungen für unsere Haut harmlose) Bakterien der Art Cutibacterium acnes entwickeln und eine Entzündung auslösen, die Komedonen in Akneveränderungen verwandelt - in Pusteln, Papeln oder Zysten. An dieser Stelle erlauben wir uns den Hinweis, dass wir dem beschriebenen Prozess zu unserem eigenen Nachteil nachhelfen können, wenn wir dazu neigen, mit unruhigen Fingerchen an Komedonen herumzuspielen ;). Die Verunreinigungen, die sich in unseren Poren ansammeln und zur Bildung von Komedonen führen, sind eine Mischung aus im Übermaß produziertem Sebum, abgestorbenen Hautzellen sowie zum Beispiel Staub oder Kosmetikresten. Bei Letzteren sprechen wir oft von einer Neigung zum "Verstopfen", also von Komedogenität (vom englischen comedone - Komedo). Komedogenität bedeutet, dass eine bestimmte Substanz die Öffnungen der Haarfollikel verstopft und bei langfristiger Anwendung zur Bildung von Komedonen führt (das geschieht meist nach 2-3 Wochen!).
Wissenswertes:
Das komedogene Potenzial kosmetischer Inhaltsstoffe wird für ihre 100%ige Konzentration bestimmt, also für die Substanz in ihrer reinen Form. Bei komplexen Kosmetikprodukten, deren Rezeptur aus vielen Inhaltsstoffen in unterschiedlichen prozentualen Konzentrationen besteht, lässt sich allein anhand des Gehalts eines potenziell komedogenen Bestandteils nicht eindeutig vorhersagen, ob ein Produkt unsere Poren "verstopft".
Wissenswertes:
Wenn wir vom Verstopfen sprechen, meinen wir manchmal auch eine andere Eigenschaft von Substanzen, die Aknegenität (vom englischen acne, also Akne). Aknegene Inhaltsstoffe können den Haarfollikel reizen und auf diese Weise eine Entzündung und die Entstehung einer Pustel auslösen. Das geschieht allerdings deutlich schneller als das Verstopfen der Poren durch komedogene Substanzen - üblicherweise 48 bis 72 Stunden nach der Anwendung des Produkts.
Die Sekretion geheim halten ;)
Zeit für die entscheidende Frage: Wie können wir die Absonderung bzw. Sekretion von Sebum regulieren? Wenn die Haut fettet, ist unser erster Gedanke vielleicht, sie hartnäckig zu entfetten, zu reinigen, auszutrocknen... auf keinen Fall der richtige Weg. Wenn wir die Lipide von der Oberfläche unserer Haut entfernen, etwa durch intensives Peelen oder das Abwischen mit einem alkoholhaltigen Gesichtswasser, mag der anfängliche Effekt eines matten Aussehens durchaus zufriedenstellen. Stellen wir uns aber die weiteren Folgen vor: Die Haut verliert ihre Schutzschicht, wird empfindlich und anfällig für Umwelteinflüsse. Verteidigen kann sie sich nur auf eine Weise - indem sie die Talgdrüsen alarmiert und die Sebumproduktion anregt! Wiederholen wir dieses Schema in unserer täglichen Pflege, geraten wir in einen Teufelskreis übermäßigen Fettens. Mattierendes Make-up ist ausschließlich eine oberflächliche Lösung; es geht das Problem nicht an der Wurzel an und führt zu keinen langfristigen Veränderungen. Wenn uns an einer dauerhaften Verbesserung des Hautzustands gelegen ist, sollte das Matt im Make-up am besten mit einer passend gewählten Pflege einhergehen. Sorgen wir für ein gesundes Gleichgewicht zwischen Reinigung und Peeling der Haut, der Normalisierung der Sebumabsonderung sowie Feuchtigkeit und Regeneration. Es ist ein Mythos, dass fettige Haut nicht mit Feuchtigkeit versorgt werden darf, um das Fetten nicht noch zu verschlimmern. Denken wir es andersherum: Wenn wir ihr helfen, eine gute Feuchtigkeitsversorgung zu halten, müssen sich unsere Talgdrüsen längst nicht so anstrengen!
Ein wichtiger Faktor - die Feuchtigkeitsversorgung der Haut
Jeder Hauttyp braucht Feuchtigkeit - wenn unsere Haut jedoch zu einer Überproduktion von Sebum neigt, ist das Wichtigste, sie zu spenden, ohne die Haut zu beschweren. Es lohnt sich, auf Produkte zu setzen, die reich an hydrophilen Inhaltsstoffen sind, die Wasser in der Epidermis binden, aber auch leichte Emollientien enthalten (mit Betonung auf leicht!), die dessen Verdunstung begrenzen. Erinnern Sie sich an Squalan? :) Genau das ist einer unserer Lieblingsstoffe, geliebt als Solospieler, aber auch unfehlbar in mehrstoffigen Kosmetikformulierungen dieser Kategorie. Wenn wir bei der Entwicklung von Ministerstwo-Produkten eine leichte Formel und ein nicht fettendes Finish auf der Haut brauchen, greifen wir stets zu Fraktionen aus Zuckerrohr (in der INCI finden Sie sie unter den Namen Squalane und Hydrogenated Farnesene) sowie zum ebenfalls leichten Tripelargonin - gewonnen aus Mariendistelsamen. Squalan selbst hat die Form eines überaus leichten, geruchlosen und hervorragend einziehenden Öls, das sich in der Pflege jedes Hauttyps bewährt. Es spendet Feuchtigkeit, schützt und pflegt die Haut wunderbar, ohne ein Gefühl der Beschwerung zu hinterlassen, was von Trägern fettiger und Mischhaut besonders geschätzt wird. Es bringt die Haut zum Strahlen und verleiht ihr Glanz, verbessert das Aussehen fahler, müder Haut, mindert zudem die Sichtbarkeit von Fältchen und gibt der Haut Elastizität und Festigkeit zurück.
Ein ausgezeichneter Baustein in der Pflege von Misch-, fettiger und zu Akne neigender Haut können Hydrolate sein - sie erhöhen wirksam den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und beschweren sie dank ihrer wässrigen Form nicht. Besondere Aufmerksamkeit empfehlen wir jenen Hydrolaten zu schenken, deren antibakterielle Wirkung in apparativen Untersuchungen belegt wurde und deren sebumregulierende, fettmindernde und dem Glänzen der Haut vorbeugende Eigenschaften Anwenderinnen und Anwender in Anwendungstests bestätigt haben. In alphabetischer Reihenfolge sind das bei uns: Lorbeer-, Lavendel-, Minz-, Zaubernuss-, Rosmarin- und Kiefernhydrolat.
Der Star unseres Sortiments für zu Fetten neigende Haut ist jedoch sie - die Hydromineral-Gesichtscreme H2O. Diese leichte Creme mit stark feuchtigkeitsspendender Wirkung hinterlässt keinen fettigen Film auf der Haut, verstopft die Poren nicht und, was am wichtigsten ist, ihre regelmäßige Anwendung verringert die von der Haut abgesonderte Sebummenge um bis zu 12% - der Rückgang der Sebumproduktion ist bereits nach 2 Wochen regelmäßiger Anwendung sichtbar! Diese Wirkung verdankt sie unter anderem ihrem Gehalt an Niacinamid - einem überaus wertvollen Inhaltsstoff in der Pflege von Misch-, fettiger und problematischer Haut, mit regulierenden, antioxidativen und aufhellenden Eigenschaften für frische, rote postentzündliche Male.
Um noch kurz auf Squalan zurückzukommen: Auch es besitzt sebumregulierende Eigenschaften - es verringert die Produktion um bis zu 16%, beugt dem Glänzen der Haut vor und mindert dank seiner beruhigenden und lindernden Eigenschaften die Zahl und Sichtbarkeit von Unreinheiten. Ein Wunder, ein Traum, ein Squalan ;).
Überschüssiges Sebum und Öle in der Pflege - wie geht man das an?
Überaktive Talgdrüsen schließen die Verwendung von Ölprodukten in der Pflege keineswegs aus, auch nicht von reinen, hundertprozentigen Pflanzenölen. Es genügt, sich an zwei zentrale Regeln zu halten:
- leichte Öle und Ölmischungen wählen, am besten mit niedriger Komedogenität (Informationen dazu finden Sie leicht im Internet, indem Sie den Begriff "Komedogenitätsskala" in eine Suchmaschine eingeben - uns interessieren vor allem Öle mit dem Wert 0 oder 1),
- in der Pflege besonderen Wert auf eine gründliche, aber sanfte Reinigung legen, am besten zweistufig, damit Rückstände von Ölkosmetik nicht auf der Hautoberfläche verbleiben.
Erlauben Sie uns, Ihnen einige Ministerstwo-Produkte ans Herz zu legen, die sich perfekt in diese Regeln fügen. In der ersten Kategorie liegt Himbeersamenöl vorn - es zeichnet sich nicht nur durch eine leichte Konsistenz, ein mattes, geradezu trockenes Finish auf der Haut und eine niedrige Komedogenität (0-1) aus, sondern zeigte in apparativen Untersuchungen zusätzlich eine Wirkung, die die Sebumabsonderung nach 4 Wochen regelmäßiger Anwendung um 7,6% verringert. Der ideale Kandidat als Ersatz für ein Serum oder eine Creme, besonders für Pflege-Minimalisten und -Naturalisten! Ein wohlwollender Blick lohnt sich auch auf Haselnussöl, dem neben seiner niedrigen Komedogenität (1) zusammenziehende und die Sichtbarkeit der Poren mindernde Eigenschaften zugeschrieben werden.
Die zweite Kategorie ist das Feld unseres Reinigungsduos - des hydrophilen Reinigungsöls Rose-Himbeere (nichts löst Fette so gut wie andere Fette!) und des Gesichtswaschschaums Aprikose. Gründliches Entfernen von Verunreinigungen, ohne einen fettigen Film auf der Haut zu hinterlassen, aber auch ohne sie auszutrocknen? Abgehakt! Untersuchungen bestätigen es eindeutig - die regelmäßige Anwendung des Schaums verringert die Sebumabsonderung um 20% (!), beseitigt den Glanzeffekt und hinterlässt die Haut matt.
Extras machen den Unterschied - Tonerdemasken
Wenn Sie mit Unreinheiten oder Seborrhö zu kämpfen haben, lohnt es sich, in der Pflege auch eine Tonerdemaske einzuplanen, 1-2 Mal pro Woche, als zusätzlichen Schritt zwischen der Gesichtsreinigung und dem Auftragen feuchtigkeitsspendender Produkte. Heilerden besitzen fantastische sebumabsorbierende, reinigende, porenverfeinernde und mattierende Eigenschaften - in der Pflege übermäßig fettender Haut bewährt sich am besten grüne Tonerde, gemischt mit einem ausgewählten, antibakteriell wirkenden Hydrolat und einem Schuss regulierendem Himbeersamenöl.
Wenn Ihnen dagegen übermäßiges Fetten der Körperhaut zu schaffen macht, empfehlen wir das tägliche Waschen mit Rosmarinseife, die die Eigenschaften der blauen Tonerde und des antibakteriellen Rosmarinöls vereint, gegebenenfalls unterstützt von der entzündungshemmenden und mikroschälenden Seife Kohle, einmal pro Woche angewendet. Es schadet auch nicht, jene Körperpartien, an denen Unreinheiten auftreten, mit einem in Hydrolat getränkten Wattepad abzuwischen oder sogar eine Portion Tonerde ins Badewasser zu geben - wir müssen ihre wertvolle Wirkung ja nicht auf die Gesichtspflege beschränken :).
Sebum - die natürliche Haarspülung
Wie wir bereits erwähnt haben, ist die Kopfhaut einer jener Bereiche mit den meisten Talgdrüsen und zugleich mit dem größten Spielraum für unseren Talg - hier muss er sich nicht nur um die Haut selbst kümmern, sondern auch um die Frisur! Indem es das Haar umhüllt, verleiht Sebum ihm Weichheit und schützt es vor Schäden. Im sauren Milieu des Sebums legen sich die Schuppen des Haares in einem gleichmäßigen, dichten Muster an (Sie können sich Dachziegel auf einem Dach vorstellen :)) und verleihen der Frisur Glätte und Glanz - ohne es kann das Haar bruch- und knotenanfällig, stumpf und spröde werden. Wie bei der Gesichtshaut ist natürlich auch hier das Gleichgewicht am wichtigsten - unser Haar braucht Sebum, aber in gesundem Maß, um das man sich mit der richtigen Kopfhautpflege kümmern sollte. Worauf lohnt es sich besonders zu achten, wenn Sie mit übermäßig fettendem Haar zu kämpfen haben?
Die Grundlage ist nicht nur regelmäßiges, sondern auch richtiges Waschen - wir überlassen die Kopfhaut keinesfalls sich selbst in der Annahme, dass sie sich schon regulieren wird, wenn wir sie an seltenes Haarewaschen gewöhnen. Sebum ist ein hervorragender Nährboden für die Mikroorganismen, die auf ihrer Oberfläche leben! Die darin enthaltenen Triglyceride werden von Bakterien und Hefepilzen allmählich zu Fettsäuren abgebaut, die wiederum reizend wirken können, einen stimulierenden Faktor für die Talgdrüsen darstellen und unangenehmen Juckreiz verursachen. Das ist der direkte Weg zu Schuppen oder seborrhoischer Dermatitis. Aus diesem Grund lohnt es sich, regelmäßig alle 1-3 Tage zum Shampoo zu greifen, selbst wenn das Haar nach dieser Zeit noch immer ganz passabel aussieht. Ausgesprochen wichtig ist dabei, wie wir dieses Shampoo verwenden - glauben Sie uns, das ist keineswegs Allgemeinwissen!
- Jedes Shampoo sollte man zunächst (in den Händen oder in einem beliebigen Gefäß) mit etwas Wasser aufschäumen und den entstandenen Schaum auf den Kopf auftragen.
- Üblicherweise sagt man "Shampoo für ... Haar" (zum Beispiel für fettiges), doch mit Shampoo waschen wir vor allem die Kopfhaut, indem wir sie gründlich mit den Fingerkuppen massieren und dabei besonders auf den Haaransatz am Gesicht sowie auf die oft übersehenen Partien hinter den Ohren oder direkt über dem Nacken achten.
- Keine Sorge - der herablaufende Schaum wäscht die Verunreinigungen in den Längen problemlos aus, wir müssen sie nicht zusätzlich schrubben und verknoten :).
- Den Schaum lässt man am besten einige Minuten auf der Haut einwirken, damit die waschaktiven Substanzen Zeit haben, das Sebum zu binden.
- Den ganzen Vorgang sollte man, besonders bei übermäßig fettender Kopfhaut, zweimal wiederholen. Manche vergleichen ihn mit dem Spülen einer fettigen Pfanne - erst der Vorwasch-, dann der eigentliche Durchgang ;).
- Nach dem Waschen drücken wir das Wasser aus dem Haar - wir rubbeln es nicht mit dem Handtuch, um es nicht zu brechen, lassen es aber auch nicht in einen Turban gewickelt. Ein solch warmes und feuchtes Milieu begünstigt die Vermehrung von Mikroorganismen und trägt nicht nur zu einer verstärkten Sebumproduktion bei, sondern auch zur Entwicklung von Hauterkrankungen (etwa Schuppen).
Allen, die mit zu schnell fettendem Haar zu kämpfen haben, empfehlen wir in der täglichen Pflege das feste Shampoo Grüner Tee, das den Zustand der Kopfhaut verbessert, die sauberer und frei von Schuppen wird, während das Haar länger frisch bleibt. Auch hier können Sie die wohltuenden Eigenschaften der ökologischen Hydrolate von Ministerstwo Dobrego Mydła nutzen, indem Sie sie auf die Kopfhaut sprühen und sanft als Kur einmassieren. Beim Lindern von Reizungen und Kopfhautproblemen bewährt sich besonders Rosmarin :). Wenn Sie in der Haarpflege dagegen Spülungen oder Öle verwenden, empfehlen wir, diese Produkte ausschließlich in den Längen aufzutragen - üblicherweise spricht man davon, sie "ab Ohr abwärts" aufzutragen, um die Kopfhaut nicht zu beschweren.